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The last supper – Die Henkersmahlzeit der „Todeskandidaten“

Posted on 21. März 2012

Henry Hargreaves fotografierte die Henkersmahlzeiten verschiedener Todeskandidaten genau aus der Sicht, aus der es die Verurteilten auch sahen und möchte somit dem Betrachter die letzten Momente dieser Männer nahebringen. (Die einzelnen, teils skurrielen Geschichten zu den verschiedenen Mahlzeiten, gibt es hier)

Die Bilder lassen natürlich viel Raum für Diskussionen offen, weil man sich eben für den betrachtenden Moment in der Lage der Todeskandidaten wieder findet.
Genau diesen hitzigen Zwiespalt, um den Sinn der Todesstrafe, möchte der Fotograf damit anfeuern. Immer wieder werden besonders spektakuläre Fälle, wie z.B. die von Lawrence Russell Brewer zum Anlass genommen die Todesstrafe zu diskutieren. Im Falle des Lawrence Russel Brewer gab es sogar zwei Anlässe zur Diskussion. Zum Einen der unglaubliche Lynchmord an James Byrd Jr, den er mit zwei Komplizen aus rassistischen Gründen, an einen Truck kettete und am lebendigen Leibe über mehrere Kilometer zu Tode schliff und zum Zweiten, dass er durch sein Verhalten den Bundesstaat Texas dazu bewegte, die Henkersmahlzeit in Zukunft zu streichen.
Brewer bestellte sich nämlich zwei Hühnersteaks, einen Riesenburger, ein Käseomelett, gegrilltes Rindfleisch, ein Pfund Barbecuefleisch und eine Riesenportion Eis, welches er alles komplett stehen lies und den Staatssenator damit so sehr aufregte, dass dieser mit den Worten „Das ist ein Privileg, das der Mörder seinem Opfer nicht gewährt hat.“ die letzte Mahlzeit noch am selben Tag komplett streichen lies.

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